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Was ist Agentic Process Mining?

Agentic Process Mining bezeichnet Process Mining, das von KI-Agenten durchgeführt wird: Statt dass eine Analystin oder ein Analyst Filter setzt, Varianten vergleicht und Abweichungen untersucht, übernimmt ein Agent diese Schritte selbstständig. Er formuliert Fragen an die Prozessdaten, wählt passende Analysen, prüft Hypothesen und berichtet Ergebnisse mit Belegen. Die Prozessdaten bleiben dieselben – neu ist, wer die Analyse steuert.

Warum ist das wichtig?

Process-Mining-Initiativen stocken selten an der Technik, sondern an der Analysekapazität: Es gibt mehr Prozesse und Fragen als Menschen, die sie auswerten können. Agentic Process Mining skaliert die Analyse über alle Prozesse und macht Process Mining auch für Fachbereiche nutzbar, die keine eigenen Analysten haben.

Wie sieht das konkret aus?

Eine Controllerin fragt: „Warum sind unsere Skontoverluste im letzten Quartal gestiegen?" Der Agent filtert die Kreditorenrechnungen mit verpasster Skontofrist, vergleicht ihre Pfade mit fristgerecht bezahlten, stellt fest, dass 70 % der Verluste auf Rechnungen mit nachträglicher Kostenstellenänderung entfallen, und liefert die Fallliste samt Hochrechnung des entgangenen Skontos.

Nicht zu verwechseln mit

Nicht mit Agent Mining zu verwechseln: dort sind KI-Agenten das Untersuchungsobjekt, deren Verhalten mit Process-Mining-Methoden analysiert wird. Beim Agentic Process Mining ist der Agent das Werkzeug, das die Analyse durchführt. Und nicht mit einem Chat über Dashboards: der beantwortet einzelne Fragen, der Agent arbeitet eine Analyse über mehrere Schritte ab.

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