Was ist Agentic Process Automation (APA)?
Agentic Process Automation (APA) automatisiert Geschäftsprozesse mit KI-Agenten, denen Ziele statt fester Abläufe vorgegeben werden. Die Agenten arbeiten neben regelbasierter Automatisierung wie RPA oder Workflow-Engines und übernehmen vor allem die Teile, an denen Regeln scheitern: Ausnahmen, unstrukturierte Eingaben und Entscheidungen mit Ermessensspielraum. Stabile Standardschritte bleiben deterministisch, die variablen Stellen löst der Agent zur Laufzeit.
Warum ist das wichtig?
In vielen Prozessen läuft der Standardfall längst automatisch – Aufwand und Durchlaufzeit stecken in den Ausnahmen. Genau dort setzt APA an. Damit das funktioniert, muss klar sein, wo die Ausnahmen liegen, wie häufig sie sind und was sie kosten; ohne diese Prozesskenntnis automatisiert man die falschen Stellen.
Wie sieht das konkret aus?
In der Rechnungsverarbeitung laufen 82 % der Rechnungen per Dreifachabgleich automatisch durch, die übrigen 18 % landen in einer Klärungsschlange. Ein Agent übernimmt diese Fälle: Er erkennt Teillieferungen, rechnet Preisabweichungen gegen Rahmenverträge nach, fordert fehlende Wareneingänge an und legt nur noch die Fälle vor, die wirklich eine Entscheidung brauchen. Die Klärungsschlange schrumpft auf einen Bruchteil.
Nicht zu verwechseln mit
Nicht mit RPA zu verwechseln: RPA spielt festgelegte Klickfolgen ab, APA gibt ein Ziel vor und lässt den Weg offen. Und nicht mit Intelligent Automation: die ergänzt RPA um einzelne KI-Bausteine wie Texterkennung, entscheidet aber weiterhin entlang fester Regeln.
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