Zurück zu den Definitionen

Was unterscheidet Agentic Automation von RPA?

RPA (Robotic Process Automation) führt fest definierte Regeln und Klickfolgen aus: Der Roboter tut exakt das, was vorher modelliert wurde, und bricht ab, sobald die Realität davon abweicht. Agentic Automation gibt stattdessen ein Ziel vor und überlässt dem Agenten den Weg dorthin – er wählt Werkzeuge, reagiert auf unerwartete Zustände und plant um. Der Unterschied liegt also nicht im Automatisierungsgrad, sondern darin, ob der Ablauf vorgeschrieben oder zur Laufzeit entschieden wird.

Warum ist das wichtig?

RPA scheitert typischerweise an Ausnahmen – und genau dort liegt in den meisten Prozessen der größte Aufwand. Agentische Ansätze decken diesen Ausnahmebereich ab, verlangen dafür aber neue Kontrollmechanismen: Wer den Weg nicht vorschreibt, muss ihn im Nachhinein überprüfen können.

Wie sieht das konkret aus?

Ein Lieferant ändert das Layout seines Rechnungsportals. Der RPA-Bot klickt ins Leere und bricht ab, bis jemand das Skript nachzieht. Ein Agent liest die Seite, erkennt die verschobenen Felder und arbeitet weiter — meldet die Änderung aber, weil sie eine Abweichung vom bekannten Ablauf ist.

Nicht zu verwechseln mit

Nicht als Ablösung zu verstehen: RPA bleibt die bessere Wahl, wo ein Ablauf stabil, hochvolumig und exakt spezifiziert ist. Agentic Automation lohnt dort, wo Varianz und Entscheidungen im Spiel sind — in der Praxis laufen beide häufig nebeneinander.

Prozesse besser verstehen mit Noreja

Erlebe, wie Noreja Process Intelligence Prozesse nicht nur sichtbar, sondern verständlich und optimierbar macht.