Was ist Agent Orchestration?
Agent Orchestration (auch Agentic Orchestration) ist die Koordination mehrerer KI-Agenten, regelbasierter Automatisierung und Menschen in einem gemeinsamen Ablauf. Eine Orchestrierungsschicht verteilt Aufgaben, übergibt Zwischenergebnisse, achtet auf Reihenfolge und Abhängigkeiten und entscheidet, wann ein Mensch einbezogen wird. Sie sorgt dafür, dass spezialisierte Agenten gemeinsam einen Prozess Ende-zu-Ende abdecken, statt nebeneinander her zu arbeiten.
Warum ist das wichtig?
Einzelne Agenten lösen Teilaufgaben; Wert entsteht erst, wenn sie gemeinsam einen Prozess tragen. Ohne Orchestrierung entstehen Insellösungen, deren Übergaben niemand verantwortet – und gerade an Übergaben entstehen in Prozessen die meisten Wartezeiten.
Wie sieht das konkret aus?
Beim Onboarding eines Geschäftskunden prüft ein Agent die Handelsregisterdaten, ein zweiter bewertet die Bonität, ein RPA-Bot legt den Debitor im ERP an, und ab einem Risikoscore von 70 entscheidet eine Mitarbeiterin aus dem Risikomanagement. Die Orchestrierung sorgt dafür, dass Register- und Bonitätsprüfung parallel laufen, der Bot erst nach beiden startet und die Entscheidung der Mitarbeiterin zurück in den Ablauf fließt.
Nicht zu verwechseln mit
Nicht mit einem Multi-Agenten-System gleichzusetzen: das beschreibt eine Architektur aus mehreren Agenten, die Orchestrierung die Steuerung ihres Zusammenspiels – auch mit Menschen und klassischen Bots. Und nicht mit klassischer Workflow-Automatisierung: die folgt einem festen Ablaufmodell, eine agentische Orchestrierung kann den Ablauf zur Laufzeit anpassen.
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