Automatisierungspotenzial-Agent – Manuelle, wiederkehrende Prozessschritte finden und bewerten, wo sich Automatisierung lohnt
Findet manuelle, gleichförmige Schritte, misst die Automatisierungsquote und sortiert Kandidaten nach Potenzial.
Was macht der Automatisierungspotenzial-Agent?
Der Automatisierungspotenzial-Agent zeigt, welche Schritte in deinen Prozessen sich für eine Automatisierung eignen – und welche nicht. Er findet Aktivitäten, die häufig, gleichförmig und manuell ausgeführt werden, prüft, ob sie nach festen Regeln ablaufen, und schätzt ab, wie viel Arbeitszeit eine Automatisierung freisetzen würde. Bereits automatisierte Schritte erkennt er ebenfalls, sodass du siehst, wo die Automatisierungsquote heute steht und wo sich der nächste Schritt lohnt.
Fragen, die der Automatisierungspotenzial-Agent beantwortet
„Welche Aktivitäten im Purchase-to-Pay-Prozess werden am häufigsten manuell ausgeführt?“
„Wie hoch ist die Automatisierungsquote je Aktivität?“
„Welche manuellen Schritte folgen festen Regeln und eignen sich für eine Automatisierung?“
„Wie viele Stunden pro Monat stecken in der manuellen Rechnungserfassung?“
So arbeitet der Automatisierungspotenzial-Agent
- 1
Manuell und automatisch trennen
Der Agent unterscheidet anhand der ausführenden Benutzer oder Systeme, welche Schritte Menschen erledigen und welche automatisch laufen.
- 2
Kandidaten finden
Er sucht Aktivitäten mit hoher Fallzahl, gleichförmigem Ablauf und wenig Varianz in den Eingangsdaten – typische Merkmale gut automatisierbarer Schritte.
- 3
Regeln erkennen
Er prüft, ob das Ergebnis eines Schritts von wenigen Merkmalen abhängt, etwa Betrag, Lieferant oder Belegart – ein Hinweis darauf, dass es sich als Regel abbilden lässt.
- 4
Potenzial abschätzen
Mit Bearbeitungszeiten aus den Daten oder Zeitannahmen aus dem Context Hub schätzt er ab, wie viel Arbeitszeit eine Automatisierung freisetzen würde, und sortiert die Kandidaten danach.
Kennzahlen und Methoden
- Automatisierungsquote
- Anteil der Ausführungen einer Aktivität, die ohne menschliches Zutun erfolgen.
- Manuelles Volumen
- Anzahl manueller Ausführungen je Aktivität und Zeitraum.
- Gleichförmigkeit
- Wie einheitlich eine Aktivität abläuft – gleiche Vorgänger, Nachfolger und Merkmale.
- Geschätzte Zeitersparnis
- Freigesetzte Arbeitszeit bei Automatisierung, auf Basis von Bearbeitungszeiten oder Annahmen.
Beispiel aus der Praxis
Ein Shared-Service-Center will entscheiden, welche Schritte in der Kreditorenbuchhaltung als Nächstes automatisiert werden. Der Agent zeigt, dass die Rechnungsprüfung bei Rechnungen mit Bestellbezug fast immer ohne Abweichung durchläuft und nur von wenigen Merkmalen abhängt – ein klarer Kandidat. Die Klärung von Preisabweichungen dagegen ist vielgestaltig und oft auf Rückfragen angewiesen; hier empfiehlt er, zuerst die Ursachen zu beheben, statt den Schritt zu automatisieren.
Passende End-to-End-Prozesse
Was du bekommst
Eine nach Potenzial sortierte Liste von Automatisierungskandidaten mit Volumen, Gleichförmigkeit und geschätzter Zeitersparnis, dazu die aktuelle Automatisierungsquote je Aktivität – als Tabelle, Excel-Datei oder Entscheidungsvorlage.
Welche Daten der Agent braucht
Eine Perspektive mit dem ausführenden Benutzer oder System je Aktivität. Für die Zeitersparnis helfen Bearbeitungszeiten aus den Daten oder Zeitannahmen, die ihr im Context Hub hinterlegt.
Automatisierungspotenzial-Agent: häufige Fragen
Wie erkennt man Automatisierungspotenzial in Prozessen?
Gut automatisierbar sind Schritte, die häufig vorkommen, nach festen Regeln ablaufen, auf strukturierten Daten beruhen und selten Ausnahmen haben. Prozessdaten zeigen genau diese Eigenschaften: Volumen, Varianz, ausführende Benutzer und die Merkmale, von denen der Ablauf abhängt.
Was ist die Automatisierungsquote?
Die Automatisierungsquote ist der Anteil der Ausführungen einer Aktivität oder eines Prozesses, die ohne manuelles Eingreifen erfolgen – etwa durch Batch-Jobs, Workflows oder RPA-Bots. Sie zeigt, wie weit ein Prozess bereits automatisiert ist.
Rät der Agent auch davon ab, etwas zu automatisieren?
Ja. Schritte mit vielen Varianten und Rückfragen sind oft ein Symptom vorgelagerter Probleme. Dann ist es meist sinnvoller, die Ursache zu beheben – der Agent weist darauf hin, statt jeden manuellen Schritt als Kandidaten zu melden.
Teil von Minerva 2.0
Der Automatisierungspotenzial-Agent ist ein Agent in Minerva, der KI-Assistentin in Noreja. Er nutzt dieselben Datenquellen, dieselbe Modellwahl – lokal oder Cloud – und dieselben Zugriffsrechte: Er liest nur, was du selbst sehen darfst, und ändert nichts in Noreja.
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