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Was ist KI-Agenten-Governance?

KI-Agenten-Governance umfasst die Regeln, Rollen und Kontrollmechanismen, mit denen ein Unternehmen steuert, welcher KI-Agent was tun darf. Dazu gehören ein festgelegtes Mandat je Agent, Zugriffsrechte und Freigabegrenzen, eine eindeutige Agenten-Identität, die Protokollierung aller Handlungen und die regelmäßige Prüfung, ob sich Agenten innerhalb dieser Grenzen bewegen. Sie überträgt bewährte Prinzipien der IT- und Prozess-Governance auf Akteure, die selbst Entscheidungen treffen.

Warum ist das wichtig?

Mit jedem Agenten, der in Systemen handelt, entsteht eine neue Stelle, an der etwas schiefgehen kann – und eine neue Frage, wer dafür verantwortlich ist. Ohne Governance bleiben Agenten Pilotprojekte, weil Revision, Datenschutz und Fachbereich ihnen keine echten Befugnisse geben. Regulatorisch verlangt der EU AI Act je nach Risikoklasse Dokumentation, Protokollierung und menschliche Aufsicht.

Wie sieht das konkret aus?

Bevor ein Agent im Einkauf produktiv geht, wird ein Steckbrief angelegt: Ziel, verantwortliche Person, erlaubte Systeme, Buchungsgrenze 2.500 €, Freigabepflicht bei neuen Lieferanten, Protokollierung jeder Aktion. Quartalsweise werden die Protokolle gegen diesen Steckbrief abgeglichen — um zu prüfen, ob der Agent sich daran gehalten hat und ob die Grenzen noch passen.

Nicht zu verwechseln mit

Nicht mit allgemeiner KI-Governance gleichzusetzen: die regelt den Einsatz von KI-Modellen insgesamt, etwa Datenherkunft und Fairness. Agenten-Governance kommt hinzu, weil Agenten handeln, statt nur etwas auszugeben. Und nicht mit Guardrails: die sind ein technisches Mittel innerhalb der Governance, nicht die Governance selbst.

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