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Was sind selbstverbessernde Prozesse?

Selbstverbessernde Prozesse sind Abläufe, die ihre eigene Ausführung messen, Schwachstellen erkennen und Anpassungen anstoßen, ohne dass dafür ein Verbesserungsprojekt gestartet werden muss. Sie entstehen aus der Kopplung von kontinuierlicher Prozessbeobachtung, Ursachenanalyse und der Fähigkeit, Maßnahmen vorzuschlagen oder auszulösen. Der Regelkreis aus Messen, Verstehen und Eingreifen läuft dabei dauerhaft statt in Projektzyklen.

Warum ist das wichtig?

Klassische Prozessoptimierung ist projektförmig: Sie erzeugt einen Verbesserungssprung, der danach langsam wieder erodiert. Ein dauerhaft laufender Regelkreis hält das erreichte Niveau und reagiert auf Veränderungen in Märkten, Systemen und Volumina, ohne auf die nächste Analysewelle zu warten.

Wie sieht das konkret aus?

Nach einem Rollout misst das System zwölf Wochen weiter. Fällt die Durchlaufzeit geringer aus als prognostiziert, wird das nicht als Projektergebnis abgehakt, sondern als neuer Befund in die Analyse zurückgegeben — und löst den nächsten Vorschlag aus, ohne dass jemand ein Folgeprojekt beantragen muss.

Nicht zu verwechseln mit

Nicht mit selbstlernenden Modellen zu verwechseln: dort passt sich ein Algorithmus an Daten an, hier verändert sich der Geschäftsprozess selbst. Und nicht mit vollautomatisch: die Änderung wird vorbereitet und belegt, freigegeben wird sie weiterhin von Menschen.

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