Was ist eine Prozess-Ontologie?
Eine Prozess-Ontologie ist eine formale Beschreibung der Begriffe eines Prozessbereichs und ihrer Beziehungen: welche Objekttypen es gibt, welche Ereignisse an ihnen auftreten und wie beides zusammenhängt. Sie hält fest, dass etwa Bestellung, Lieferung und Rechnung eigenständige Objekte mit definierten Verbindungen sind – und nicht bloß Spaltennamen in einer Tabelle. Damit wird aus Rohdaten ein Modell, das auch von Maschinen interpretiert werden kann.
Warum ist das wichtig?
KI-Agenten können nur so präzise arbeiten, wie die Bedeutung der Daten hinterlegt ist. Ohne Ontologie muss jedes Modell die Semantik erraten; mit Ontologie kann es Fragen entlang echter Zusammenhänge beantworten und Fehlschlüsse durch falsch verknüpfte Objekte vermeiden.
Wie sieht das konkret aus?
Die Ontologie hält fest, dass eine Rechnung sich auf eine oder mehrere Bestellungen bezieht, dass „storniert" ein Zustand der Bestellung und nicht der Lieferung ist, und dass „Freigabe" in Einkauf und Vertrieb dasselbe Ereignis meint. Ohne diese Festlegung zählt jede Auswertung etwas leicht anderes.
Nicht zu verwechseln mit
Nicht mit einem Datenmodell zu verwechseln: das legt Tabellen und Felder fest, die Ontologie die fachliche Bedeutung dahinter. Und nicht mit einem Glossar: das erklärt Begriffe für Menschen, die Ontologie ist maschinenlesbar und auswertbar.
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