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Was ist Process Grounding?

Process Grounding bezeichnet die Verankerung eines Sprachmodells in den realen Prozess- und Ereignisdaten eines Unternehmens, sodass seine Aussagen auf überprüfbaren Fakten statt auf Sprachwahrscheinlichkeiten beruhen. Statt Dokumente als Textschnipsel bereitzustellen, greift das Modell auf ein strukturiertes Prozessmodell – etwa einen Event Knowledge Graph – mit Fällen, Objekten, Zeitpunkten und Beziehungen zu. Jede Antwort lässt sich damit auf konkrete Prozessinstanzen zurückführen.

Warum ist das wichtig?

Ein Sprachmodell ohne Prozesskontext erzeugt plausibel klingende, aber unbelegte Aussagen über Durchlaufzeiten, Ursachen oder Verantwortlichkeiten. Grounding macht den Unterschied zwischen einem Assistenten, dem man glauben muss, und einem, dessen Aussagen man nachprüfen kann – die Voraussetzung dafür, KI überhaupt in Entscheidungen einzubinden.

Wie sieht das konkret aus?

Auf die Frage „warum dauert die Rechnungsprüfung so lange?" antwortet ein ungegroundetes Modell mit Allgemeinplätzen aus seinem Trainingskorpus. Ein gegroundetes greift auf den Prozessgraphen zu und nennt die 1.203 Fälle, in denen die Freigabe auf einen einzelnen Prüfer wartete, samt durchschnittlicher Wartezeit.

Nicht zu verwechseln mit

Nicht mit RAG allein zu verwechseln: das holt Textpassagen aus Dokumenten. Process Grounding verankert das Modell in strukturierten Ereignisdaten, sodass es zählen, vergleichen und Ursachen verfolgen kann, statt zu zitieren.

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