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Was ist ein Event-Log?

Ein Event-Log ist eine chronologische Aufzeichnung von Ereignissen, in der jeder Eintrag mindestens eine Fall-ID (Case ID), eine Aktivität und einen Zeitstempel enthält. Er ist das klassische Eingabeformat für traditionelles Process Mining.

Warum ist das wichtig?

Die Erstellung von Event-Logs ist aufwändig und zwingt komplexe, mehrdimensionale Prozesse in eine einzige Fallperspektive – ein wesentlicher Engpass klassischer Ansätze. Moderne Verfahren arbeiten deshalb direkt auf relationalen Datenbanken oder Graphen und benötigen keinen vorab erstellten Event-Log.

Wie sieht das konkret aus?

Drei Zeilen aus einem Order-to-Cash-Log: (Fall 4711, „Auftrag angelegt", 02.03. 09:14), (Fall 4711, „Kreditprüfung", 02.03. 11:02), (Fall 4711, „Lieferung", 05.03. 08:30). Mehr braucht Process Mining nicht, um daraus einen Pfad zu rekonstruieren. Zusätzliche Spalten wie Sachbearbeiter, Betrag oder Werk machen die Analyse reicher, sind aber nicht Pflicht.

Nicht zu verwechseln mit

Nicht mit einem Application- oder Systemlog zu verwechseln: das protokolliert technische Ereignisse ohne Fallbezug. Und nicht mit einer Datenbanktabelle: die zeigt den aktuellen Zustand eines Objekts, der Event-Log die Historie, wie es dazu kam.

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