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Was ist das Model Context Protocol (MCP)?

Das Model Context Protocol (MCP) ist ein offener Standard, über den KI-Modelle und Agenten auf externe Datenquellen, Werkzeuge und Systeme zugreifen. Statt für jede Kombination aus Modell und System eine eigene Schnittstelle zu bauen, stellt ein MCP-Server seine Fähigkeiten einmal standardisiert bereit, und jeder MCP-fähige Client kann sie nutzen. Für Prozessdaten bedeutet das: Ein Agent kann Prozessmodell, Kennzahlen und Fallhistorien abfragen, ohne dass eine maßgeschneiderte Integration nötig ist.

Warum ist das wichtig?

Der begrenzende Faktor agentischer KI ist selten das Modell, sondern der Zugang zu belastbarem Kontext. Ein offener Zugriffsstandard entkoppelt die Werkzeuglandschaft vom eingesetzten Modell und verhindert, dass sich Unternehmen dauerhaft an einen einzelnen Anbieter binden.

Wie sieht das konkret aus?

Statt für zwei Modelle je einen eigenen Konnektor zu SAP, Jira und dem Data Warehouse zu bauen — sechs Integrationen —, stellt jedes System einen MCP-Server bereit und jedes Modell nutzt denselben Client. Aus sechs Integrationen werden vier, und jedes weitere Modell kostet keine einzige neue.

Nicht zu verwechseln mit

Nicht mit einer gewöhnlichen REST-API zu verwechseln: MCP standardisiert, wie ein Modell Werkzeuge und Datenquellen entdeckt und aufruft, nicht was das einzelne System fachlich anbietet. Und nicht mit dem Function Calling eines einzelnen Anbieters: MCP ist offen und anbieterübergreifend.

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