00:00:00,480 --> 00:00:39,520 [Jan] Ja, schön, dass ihr, ihr da seid, wir hier die Möglichkeit haben, mit euch uns mal auszutauschen und Kleines aufzunehmen. Wir haben 'n paar Themen auf die Liste geschrieben für unseren heutigen Talk, Coffee Talk, ähm, wo wir einfach mal drüber quatschen wollen würden. Beispielsweise organisatorische Hürden bei der Einführung von Process Intelligence, Process Mining Lösungen oder eben Prozessautomatisierung, wo, glaub ich, ihr auch schon relativ viel bei Nurea gesehen habt, wenn's drum geht, ja, bei großen Unternehmen, Kunden das erste Mal 'n Tooling einzuführen und wie man dann auch wirklich es schafft, dass es angenommen, akzeptiert wird und ausgerollt wird. 00:00:40,960 --> 00:02:34,940 [Lukas] Ja, davon können wir, können wir ein Lied singen. Ja, ja, es gibt viele organisatorische Hürden. Ich glaub, die, die unterscheiden sich, würd ich schon sagen, relativ stark von denen, die wahrscheinlich bei euch vorkommen. Ich glaub, der Unterschied ist bei uns jetzt im Process Intelligence Bereich, dass wir ja eigentlich nicht so, so, so stark in den Opera..., operativen, ähm, ins operative Geschäft eingebunden sind, ja. Das heißt, wenn, ähm, wenn bei uns mal jemand nicht die Prozesse analysiert, dann laufen sie trotzdem noch weiter. Ähm, äh, natürlich sind sie dann nicht mehr überwacht, ja, oder nicht mehr optimiert, aber ich glaub, die Kritikalität ist 'ne andere. Ähm, das heißt, bei uns ist eigentlich immer, womit wir immer kämpfen, sind eigentlich die richtigen, dass die richtigen Leute sich auch mit den Themen beschäftigen, dass man wirkliche Owner hat, die sich auch um diese Technologie kümmern und auch aktiv kontinuierlich an den Prozessen dann arbeiten und Optimierungen durchführen, ja. Das ist, glaub ich, bei uns also das A und O, dass wir jemanden haben, der für diese Technologie auch wirklich zuständig ist, ähm, und wir in den Fachbereichen Leute haben, die Probleme artikulieren und dass man dann eben problemorientiert oder Use-Case-orientiert auch arbeitet. Und mit dem steht und fällt vieles, ja. Man kann, man kann das beste Tool haben, man kann auch Top-Daten haben, ja, wenn die Datenqualität super gut ist, ähm, man alles vielleicht schon in einem tollen Data Lake irgendwie zusammengefahren hat. Äh, das kann alles, äh, vorhanden sein. Wenn die Leute nicht da sind, die's dann auch betreuen, äh, dann wird's schwierig. Es sei denn, man geht natürlich in der Zukunft mehr in Richtung dem ganzen Thema, ähm, Agentic AI und Agents, die dann natürlich auch Analysetätigkeiten automatisiert im Hintergrund übernehmen können. Ja, da geht's ja hin. Sind wir aber noch nicht ganz, ja. Viele Unternehmen starten natürlich erst mal mit den Basics, ja. Ähm, erst mal generell mal Transparenz schaffen, Prozesse aufdecken. Ähm, das heißt, wir wollen dahin kommen, dass wir diesen organisatorischen Bottleneck Schritt für Schritt durch Agenten unterstützen. Ähm, aber nichtsdestotrotz brauchen wir natürlich noch die Leute, die da aktiv dahinter sind. 00:02:36,300 --> 00:02:59,440 [Dominik] Wie ist da eure, wie ist da eure Erfahrung? Ähm, du hast gesagt, du brauchst 'n Ansprechpartner im Fachbereich, du brauchst jemanden in der Technik. Wi-wie gut ist es 'n Unternehmen? Wie gu..., wie, wie gut findet ihr das vor, dass-- Häufig gibt's ja Prozessmanager in Unternehmen und dann gibt's IT, IT an der Tech, die Fachsysteme und das so betreuen, dass die wirklich viel miteinander arbeiten. Ist das häufig oder ist es eher, eher losgelöst? Was ist da eure Erfahrung? 00:02:59,840 --> 00:04:12,620 [Jan] Also, es ist schon 'ne Herausforderung in die Richtung, dass natürlich, ähm, beide gleichermaßen an dem Thema interessiert sein müssen. Und, äh, das, ähm, ist nicht immer der Fall. Äh, ein Muster ist, dass, ähm, auf der Technik, äh, Engpässe existieren. Wir müssen an die Quellsysteme rein, um die Daten, äh, für die Prozesse rauszuheben. Äh, wir sind jetzt leider in einer Phase, wo, äh, viele IT-Abteilungen damit zu kämpfen haben, dass, ähm, ERP-Systeme großer Anbieter aktualisiert werden müssen. Äh, das bindet sehr viele Ressourcen und, äh, das führt dazu, dass, ähm, die Leute, die diese Systeme in den Unternehmen betreuen, auf 'ne Engpassressource sind. Also, so das Wunschszenario, dass man einfach aus der Fachabteilung heraus sich für den, mit dem Prozess beschäftigen möchte, einwirft: „Könnt ihr mir morgen mal die gewünschten Daten bereitstellen?“ Äh, das ist in vielen Unternehmen leider schwierig. Äh, man muss sich dann anstellen und mit den Leuten in den, äh, IT-Abteilungen die Application Manager ans Board, an Board holen, äh, und, ähm, dort Absprachen finden, dass man diese Daten ausgehoben kriegt. Das ist der erste Schritt, äh, und das ist für viele Unternehmen tatsächlich nicht so einfach.